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Betreffzeilen vor Black Friday: Was Onlineshops dieses Jahr riskieren
Black Friday ist für viele Onlineshops der lauteste Tag im Jahr — und genau deshalb klingen die meisten Betreffzeilen austauschbar. In unserem Archiv liegen Kampagnen aus Mode, Wohnen und Sport: Über 60 Prozent starteten mit einer Prozentzahl, gefolgt von einem Ausrufezeichen.
Das Problem ist nicht die Rabattinformation selbst. Empfänger erwarten Klarheit. Problematisch wird es, wenn dieselbe Struktur in der Willkommensserie, im Flash Sale und in der Reminder-Mail wiederkehrt. Die Inbox sortiert dann nach Gewohnheit, nicht nach Relevanz.
Drei Muster hielten sich in unseren Stichproben besser: konkrete Produktgruppen im Betreff, eine Zeitbegrenzung ohne Countdown-Theater, und Absenderzeilen, die den Shop-Namen plus Kategorie nennen statt eines generischen „Team“. Ein Sportartikelhändler aus Leipzig verdoppelte die Öffnungsrate einer Reminder-Mail, indem er „Laufschuhe Größe 42–45 noch verfügbar“ statt „Letzte Chance −30 %!“ setzte.
Für Ihre Vorbereitung reicht ein einfacher Check: Schreiben Sie die letzten zehn Betreffzeilen untereinander. Wenn mehr als die Hälfte mit einer Zahl beginnt, lohnt sich ein Wechsel zur Produkt- oder Nutzenformulierung — zumindest in der zweiten und dritten Mail der Serie.